Über die Gesellschaft

Die Edith Stein Gesellschaft Österreich (ESGÖ) wurde am 5. Oktober 2012 gegründet und setzt sich zum Ziel, die Erinnerung an Edith Stein (Sr. Teresia Benedicta a Cruce OCD) als Frau, Philosophin, Tochter des jüdischen Volkes, Christin, Karmelitin, und ihre Verehrung als Heilige und Mitpatronin Europas zu wecken, wachzuhalten und zu vertiefen, sowie ihr philosophisches, pädagogisches und spirituelles Erbe zu erschließen und dieses in den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs einzubringen.

Die Gesellschaft will das reiche geistige Werk der hl. Edith Stein in all seinen Aspekten einer immer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und in der aktuellen Zeit fruchtbar machen.

Edith Steins Leben war mit weittragenden geistesgeschichtlichen Umbrüchen, tragischen historischen Ereignissen ihrer Zeit und auch allen Entwicklungen der eigenen Familie eng verknüpft. Daher will sich die Gesellschaft der Verständigung der Generationen, der Völkerverständigung und der Stärkung der europäischen Identität widmen. Sie strebt einen Dialog an, in dem die Rechte und die Würde des Menschen in ihrer Fundamentalität ungeachtet bestehender Grenzen und nationaler, ethnischer, religiöser, politischer oder wirtschaftlicher Unterschiede anerkannt und geachtet werden.

Die Gesellschaft hat auch das Ziel, eine Erweiterung und Vertiefung des christlich-jüdischen Dialogs auf der Grundlage des intellektuellen und spirituellen Erbes Edith Steins zu fördern

Wir alle müssen zusammenstehen. Die Würde des Menschen ist es wert. Es gibt nur eine einzige Menschheitsfamilie. Darauf hat auch die neue Heilige eindringlich hingewiesen: “Unsere Menschenliebe ist das Maß unserer Gottesliebe. Für die Christen - und nicht nur für sie - gibt es keine ‘fremden Menschen’. Die Liebe Christi kennt keine Grenzen”.

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Schwester Teresia Benedicta vom Kreuz sagt uns allen: Akzeptiert nichts als Wahrheit, was ohne Liebe ist. Aber akzeptiert auch nichts als Liebe, was ohne Wahrheit ist! Eines ohne das andere wird zur Lüge, die zerstört.

Johannes Paul II., Rom, 11. Oktober 1998.

 

Wenn heute Edith Stein zur Mitpatronin Europas erklärt wird, soll damit auf dem Horizont des alten Kontinents ein Banner gegenseitiger Achtung, Toleranz und Gastfreundschaft aufgezogen werden, das Männer und Frauen einlädt, sich über die ethnischen, kulturellen und religiösen Unterschiede hinaus zu verstehen und anzunehmen, um eine wahrhaft geschwisterliche Gemeinschaft zu bilden.

Johannes Paul II., Motu proprio, 1. Oktober1999.